Die Gewinner Weihnachtsgeschichte von LILLIE 

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Weihnachten steht vor der Tür. Unmissverständlich klopfen Weihnachtskugeln an die Tür, Nikoläuse grinsen schokoladig aus der Mattscheibe untermalt von engelsgleichem Glockengeläut. Ich bin nicht bereit; es kommt mir komisch vor; wo gibt’s Weihnachtsstimmung für mich? Früher hat der Bruno mir ab dem ersten Advent „Last Christmas“ vorgebrummt und seinen Blick „Mit Weihnachtskugeln darf Katz nicht spielen“, werde ich nie vergessen. Ein bisschen Gefühl kann ich unter meinen Pfoten doch noch finden: Besinnlichkeit, Erinnerungen und Sehnsüchte. Wenigstens was. Ich bin ja eher die ruhige Denkerin, als die quirlig nervige Weihnachtsmaus. Erinnerungen werden wach, wenn Bilder in meinen Gedanken vorbeiziehen. Bruno unterm Baum, die roten Kugeln zählend. Max und Fritz Anlauf nehmend von der Küche aus in den Baum springend. Über den Bruno hinweg mit einem Affenzahn landend in den weichen Ästen einer fälschlich gekauften Nordmanntanne. Pech für die Zweipfotigen! Ach, was war das ein Spektakel, wenn der Weihnachtsbaum umkippte, weil die Jungs das nicht schafften, sich daran richtig auszubalancieren. Ach, das war ein Fest. Nicht lange überlebte die weiche Tanne, verbrachte den Rest vom Fest draußen, nackend ohne Kugeln. Seit dem gibt´s bei uns Piekstanne und Kugeln unkaputtbarer Sorte. Zweipfotige Spaßbremsen... Und der Bruno passt im Regenbogenland auf den Max auf, dass der alles heile lässt... Mit der Besinnlichkeit kommt die Sehnsucht, die sich einfach aufdrängt, nach Freunden, die so fern sind... Letztes Jahr hat der kleine zierliche Matthes die Kugeln gehütet, konnte kaum zwei auf einmal schleppen. Was ein Bild; ich habe ihm noch eine Mütze aufgesetzt und ein schönes Foto gemacht, für alle Zweipfotigen, die ihn so geliebt haben.... Und nun wundere ich mich, dass schon wieder Weihnachten vor der Luke steht. Es liegt sicher daran, dass es so viel zu gucken gibt, im Garten und auf meinem Balkon. Die Zeit ist geschäftig und hat Angst vor mir, sie läuft davon. Die Zweipfotigen hetzen durch die Gegend, auf der Jagt nach Geschenken. Ich frage mich, wozu Geschenke, wo sie doch uns haben.... Nun ist es meine Aufgabe Titus in die Weihnachtsgeheimnisse einzuweihen. Im vom Weihnachtsmann und vom Nikolaus zu erzählen. Wenn der Finni mir nicht immer ins Wort fallen würde. Er flüstert Titus Schauergeschichten in die Ohren, dass es mir fast schwer fällt Contenance zu bewahren. Jetzt weiß ich auch, warum der Titus so überaus artig, was sehr ungewohnt ist, in der Ecke sitzt und „Nikolaus komm in unser Haus“ summt. Er flüstert mich ganz andächtig etwas von einer Rute für unartige Katzen und Engelsflügel für brave Kater zu. Was ein Bild, Titus mit Flügeln und der Finni wälzt sich in diversen Maulwurfhaufen vor spitzbübischer Freude. Da kann Katz merken, dass auch die Vorfreude auf das Glitzerfest alle, ob zwei oder Vierpfotig langsam infiziert und der ein oder andere andächtige Seufzer gen Himmel geschickt wird, wenn er in der Dunkelheit so rot glühend erscheint und die Engel Plätzchen backen. Nur warum hat der Finni eine lange Leine zwischen den Zähnen und hetzt wie eine Furie durch den Garten? Ups am Ende befindet sich der Titus, an den Seiten zwei Küchentücher gespannt. Ach ich verstehe, unser roter Adventsengel fliegt durch die Nacht und will den Nikolaus beeindrucken...


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